Verfasst von: admin | 16/09/2013

Der Yacht-Artikel zum Nachlesen

Der Yacht-Artikel zum Nachlesen

Im August erschien in der Yacht eine Reportage über unseren Atlantik-Ritt. Für alle, die das Heft verpasst haben, kommt hier ein Link zum Text – einfach auf die Überschrift klicken und dann mit Steuerung und Plus vergrößern, bis Ihr ihn lesen könnt! Viel Spaß beim Lesen. Conny

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Verfasst von: admin | 14/08/2013

Artikel in der Yacht

Ab heute gibt´s in der aktuellen Yacht mein Stück über unseren Atlantik-Törn mit Esprit (sailtraining-esprit.de) im Frühjahr 2013. Es handelt von merkwürdigen Gefühlen… Leider nicht online, sondern am Kiosk. Ahoi ConnyBild

Verfasst von: admin | 28/04/2013

Der Traum vom Atlantik

Mit einem wunderschönen Fest ist diese Reise am Wochenende zu Ende gegangen. Das Medienecho war enorm. Hier ein Beitrag von Radio Bremen, buten und binnen:

http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video46852-popup.html

Verfasst von: admin | 23/04/2013

Rote Nasen für alle!

So ein Langstreckentörn ist schon etwas Besonderes. Zwar schippern wir inzwischen fast schon in heimatlichen Gefilden, im englischen Kanal, natürlich bei dickem Nebel (aber immerhin mit Sonne!). Aber über 1.500 sm liegen auf diesem Törn schon hinter uns und das sieht man an unseren roten Nasen: Die sind nicht von der Kälte rot, sondern schön sonnengebräunt, ebenso wie unsere Hände! Die zunehmend kalten Nächte auf Deck und in der Koje lassen sich daran jedenfalls nicht ablesen.   

Wir gehören also dazu, zu den TransatlantikerInnen und LangstreckenseglerInnen. Wir alle, die wir in den vergangenen Monaten mit Esprit auf dem Weltmeer Atlantik gesegelt sind: geschätzte 250 MitseglerInnen, davon einige mehrfach-SeglerInnen, mehr als 30 Stammcrewmitglieder und der kleine (nichtbelebte) Bordzoo.
Das zeigt uns espritlerInnen wieder einmal: Es ist toll, es geht! Langstreckensegeln ist nicht nur etwas für Gutbetuchte, Hochgesponsorte, AussteigerInnen oder Segelverrückte, sondern etwas für Jedermann und Jedefrau. Vorausgesetzt, auch in Zukunft finden sich weiterhin eine kritische Menge technisch, nautisch, marketing- und journalistisch und organisationsbegabter Leute, die Lust haben, das Projekt esprit am Laufen zu halten.
    So gilt das Fest in wenigen Tagen in Bremen nicht allein der glücklichen Heimkehr unseres Schiffs in seinen Heimathafen, sondern dem erfolgreichen Abschluss eines weiteren kollektiv und ehrenamtlich organisierten Projekts. Wir sind nicht nur froh, sondern auch ein bisschen stolz: alle Crewwechsel wurden planmäßig durchgeführt und die Route haben wir mili-meilengetreu abgefahren. Drum drückt uns allen noch einmal fest die Daumen für die letzten drei Tage Nordsee!

Verfasst von: admin | 22/04/2013

Von links nach rechts

Ein nautisches Highlight jagt hier mit uns an Bord der ESPRIT das andere: Atlantik, Biskaya, Race of Alderney (damit ist übrigens die tidenbedingte Rennstrecke an der Kanalinsel Alderney gemeint, bis zu 6 Knoten Strom können hier setzen. Wir hatten etwas weniger, aber das Wasser um uns herum war von den Tideneinflüssen eindrucksvoll aufgewühlt. Sogenannte eddies und overfalls, das heißt Stromwirbel und Kabbelwellen waren um uns herum.)

    Und nun auch noch die Überquerung des 0° Längengrades. Von West nach Ost oder eben von links nach rechts. Greenwich lässt grüßen und wir müssen beim Eintragen unserer Positionen in die Seekarte jetzt wieder nach rechts zählen. Aufgemerkt! Unsere Italienerin an Bord serviert zur Feier einen perfekten Längengrad 0 Cappucino. Leider hat uns der Wind verlassen und wir genießen den Cappucino bei Maschinengeräuschen. Für die Überquerung haben wir es uns allerdings nicht nehmen lassen, die Maschine auszumachen und unter Segeln – im Schneckentempo zwar, aber immerhin – hinüber zu fahren.  Östliche Grüße von Eurer ESPRIT-Crew

Verfasst von: admin | 21/04/2013

Heimatverbindung

Einen sonnigen guten Morgen wünscht Eure ESPRIT-Crew. Wir liegen am Pontoon in der Marina von St. Peter Port/Guernsey und warten auf unser Wassertaxi mit frischen Croissants….(wegen unseres Tiefgangs haben wir es leider nicht zu den Stegliegeplätze mit Landanschluß gebracht. Das heißt, dass das Dinghi, das seit den Bahamas im Kablegatt ausgeharrt hat, mal wieder Wasser und Licht zu sehen bekam).

Zwei Nächte haben wir uns hier gegönnt, um ein bißchen zu chillen und fit zu sein für den Kanal, denn dort werden die Wachen mit Adleraugen und voller Konzentration benötigt. Los gehts heute Mittag, durch das Alderney Race in Richtung Kanal. Das wird seglerisch sicherlich nochmal.

Bei uns treffen die Vorbereitungen für den 27. April ein und wir sind alle ganz aufgeregt und vorfreudig in Richtung Ankunft von ESPRIT nach nunmehr fast zehn Monaten im Heimathafen. Wir sind schon jetzt sehr beeindruckt, was die Landcrew auf die Beine gestellt hat – es wird bestimmt ein rauschendes Fest (wir versuchen auch die Sonne zu überreden, hier auf Guernsey bei uns einzusteigen und bis Bremen Europahafen mitzufahren).

Überhaupt ist es an der Zeit all den guten Geistern im Hintergrund ein riesengroßes Dankeschön für ihre unermüdliche Unterstützung bei allen Themen rund ums Schiff – egal an welchem Ort der Welt ESPRIT gerade weilte -auszusprechen: Gab es eine technische Herausforderung (und das passierte ja doch das ein oder andere Mal), wurden Mechaniker vor Ort ausfindig gemacht, Ersatzteile durch die Welt geschickt oder einfach nur mal diskutiert, was der richtige Weg ist.

DANKE! Die private Bremer Wetterberatung, die eine tolle Unterstützung für die Bordeinschätzung ist. DANKE! Die Stammcrewplanung und Crewbetreuung die unermüdlich organisiert, mailt und plant. DANKE! Die Öffentlichkeitsarbeit die alles tut, um ESPRIT noch bekannter zu machen und die Fäden für Außenkommunikation und Party in der Hand hält. DANKE! An Bord fühlen wir uns durch Euch immer toll unterstützt und in der Welt begleitet!   
    Wir nehmen jetzt gleich die rund letzten 600 sm von Kurs West in Angriff, um ESPRIT gut und sicher nach Hause zu bringen. Dann wollen wir mit Euch Allen in Bremen feiern! 

Verfasst von: admin | 18/04/2013

und wieder eine schlaflose nacht

die lebensqualität an bord hat sich durch unseren zwischenstopp in la coruna deutlich erhöht, da wir vom sonnenschein und auslüften sämtlicher textilien die luftfeuchtigkeit unter deck wieder um 75% senken konnten. und eine halbwegs trockene koje erhöht ja schließlich den erholungsgrad des ohnehin auf langfahrt regelmäßig unterbrochenen nachtschlafs. so verwandelte unser bedürfnis nach frühlingsfrische unter deck unser stolzes schiff vorübergehend in einen überdimensionalen wäscheständer.

    frisch gelüftet konnten wir somit unsere nächste etappe starten. nach einem langen dienstag, den wir überwiegend unter deck, sternförmig angeordnet um die laufende hauptmaschine verbrachten, genossen wir gestern, mittwoch, herrlichstes segelwetter, so wie man es sich nur wünschen kann. der wind weht nun mehr oder wenig stetig aus wsw. pünklich um 0900 ging die maschine aus und die genua hoch und seitdem haben wir erst zügig segelfläche nachgelegt, um dann zum abend hin wieder brav zu reffen.jetzt fahren wir das erste mal auf dieser reise einen amwindkurs, was bei der bewegung der crewmitglieder unter und über deck ganz neue muskelgruppen anspricht, bzw. zu dem einen oder anderen blauen fleck führt.

    inzwischen müssen wir auch für die nachtwachen das eine oder andere kleidungsstück nachlegen, denn nun sind es nachts nur noch 12 Grad Celsius und der ordentliche wind vermindert diese zu gefühlten 9. daher gewinnen heissgetränke und speisen an attraktivität in der verpflegung der nachwachen und ersetzen zunehmend den griff ins steuerbordschapp (wo auf esprit kekse und schokolade aufbewahrt werden). überraschend ist für uns, dass uns am tage wie in der nacht mehr oder weniger große mengen delphine begleiten. auch ein eigenartiger mondfisch wurde gesichtet.

    nachts erkennt man die delphine am schnauben und in windstellen nächten (wie gestern), an den leuchtstreifen, die sie im wasser hinterlassen, indem sie die leuchtalgen zur leuchten reizen. für unsere nicht- seeaffinen leserInnen: stellt euch eine kühle sommernacht im garten vor und im laub raschelt und schnauft der igel. so ist es hier, wenn man nachts im cockpit sitzt und durch die biscaya schippert…   

    Ps: inzwischen ist Donnerstag. Die Biscaya liegt hinter uns und sie schickte uns in der letzten Nacht noch einen stürmischen Gruß, damit wir, nach all der Motorerei, nicht den Respekt verlieren. Bis heute in den späten Nachmittag hinein segelten wir stark gerefft bis um die Ile d’ouessant herum und der Atlantik geht langsam endgültig achteraus. Wir freuen uns jetzt auf die vor uns liegenden Kanalinseln.

Verfasst von: admin | 16/04/2013

Viva Espana!

Also, geneigte Leserinnen und Leser, die ihr hoffentlich nun auch mit frühlingshaften Temperaturen konfrontiert seid, es ist doch sehr schön, bei Sonnenschein einen 24 Stundenstopp in La Coruna einzulegen. Nach sechs Tagen auf See und im Umrundungsrausch haben wir in der Nacht von Sonntag auf Montag in La Coruna festgemacht. Aussschlafen, Crew- und Klamottenwäsche, Schiff aufklaren und ein bißchen Sightseeing standen auf dem Programm und am Abend ein Schalentierfest im Restaurant. Wir hatten es also sehr schön und zogen das einhellige Fazit: La Coruna ist einen Besuch wert.
    
Aber natürlich haben wir vor lauter Müßiggang nicht unsere Reiseplanung aus den Augen verloren. Der Blick auf den Wetterbericht ließ kaum einen anderen Schluß zu, als möglichst schnell zur Biscayaüberquerung aufzubrechen: Der Wind soll zum Ende der Woche immer weniger werden. So sind wir dann auch seit Dienstag, 10 Uhr, nach einem leckeren Baguettefrühstück, leider mit zu wenig süßen Teilchen, wieder auf See, im Moment leider ohne Segelerfolg.

Der angekündigte Süd/Südwestwind mit 4 bis 5 Bft bleibt aus und wir motoren gemächlich über die Biscaya und hoffen, dass es noch etwas mehr Wind gibt – aber natürlich nicht zuviel gerade hier in der Biscaya. Einige an Bord haben ihr Jahresstarkwindkontingent in den letzten Wochen ja auch durchaus schon ausgereizt. Wir vertreiben uns die Zeit mit der Planung von Koch- oder Backorgien und unserem beliebten Segelquiz – daran wollen wir Euch gerne teilhaben lassen:

1) Welche Bedeutung hat ein dreieckiger roter Wimpel?     
a) Kennzeichnung der Nationalität: Bahrein     
b) Kennzeichnung für entzündliche/explosive Stoffe c) Vorrang beim Einschleusen     
d) Fahrzeug ist zu verkaufen

2) Was bezeichnet der Begriff ‚Trimm‘?     
a) Fitnessgerät an Bord eines Seglers     
b) Optimierung der Seemanns-/frauenbekleidung     
c) Aufräumen der Kombüse     
d) Optimierung der gesamten Segeleinstellungen des Bootes

Unter allen richtigen Kommentaren (Funktion im Blog) verlosen wir drei Dosen „Umrundungskutteln“ (spanische Delikatesse, seit Teneriffa an Bord, die leider meistens von den Crewmitgliedern nicht ausreichend gewürdigt wird). Übergabe des Preises erfolgt voraussichtlich am 27. April im Europahafen in Bremen.   

Viel Erfolg beim Lösen wünscht Eure Esprit-Crew

Verfasst von: admin | 14/04/2013

Der Atlantik ist umrundet!

Gestern Abend (21 h UTC) hat ESPRIT die Kurslinie gekreuzt, auf der sie am 13.07.2012 die Atlantikumrundung begonnen hat. Damals hieß es Kurs West! Nun heißt es zwischen den Koordinaten 42°3’N/009°5’W und 41°6’N/009°4’W Kurs Heimathafen! Ein schönes Gefühl, das Projekt schon so weit gebracht zu haben – und ein Grund für ein kleines Bordfest! Gleichzeitig kommen wir in die küstennahen Gewässer und müssen uns nach langer Zeit von der Weite des Atlaniks verabschieden und uns mit dem zivilisationsüblichen Schiffsverkehr auseinandersetzen. Schade eigentlich…
Es grüßt in frischer Umrundung die ESPRIT Crew!

Verfasst von: admin | 14/04/2013

Sonnenaufgang mit Wal

Normalerweise ist das stärkste Gefühl bei Sonnenaufgang die Vorfreude auf die Koje – bei der abtretenden Wache – oder die Sorge um die richtige Kleidung das der aufziehenden.Die großen Gefühle und die Fragen nach dem Sinn des Lebens stellen sich eher unter einem klaren Sternenhimmel oder ganz akute Fragen dann beim Morgengrauen – wenn die Wetterlage es zulässt. Grundsätzlich gilt wohl, je länger die Dünung, desto weiter schweifen die Gedanken.
Seit dem lezten Sonnenuntergang  ist die Lage besonders günstig für das Überdenken vieler Grundsatzfragen. Wir segeln brav weiter, inzwischen auf Kurs 70-65 Grad, grob entlang des 40. Breitengrades und ganz plietsch um ein großes Starkwindfeld herum, das wir seit Tagen durch ein kollektives Starren auf das Ugrib-File (Wetterbericht über Satelitentelefon) wuerdigen. Wir sind an Bord ganz einig mit unserer lieben Bremer Wetterberatung: schön weiterschippern, auf einem kleinen Umweg in Richtung Vigo, oder vielleicht doch La Coruna. So lässt uns das günstige Wetter Zeit für viele schöne Dinge, die sonst im Bordalltag zu kurz kommen.
Seit Mitternacht begleitet uns nun eine ordentliche Atlantikdünung so wie wir sie uns immer vorgestellt haben. (Und nach der Vorhersage wird sie ohne Zweifel in den nächsten zwei Tagen noch ordentlich wachsen zu Dimensionen, die wir uns im Moment noch nicht richtig vorstellen wollen.) Aber derzeit versetzt das sanfte Schaukeln die Freiwachen fast in Trance.
Genährt wird dieses unterschwellige Glücksgefühl durch das Erlebnis des Tages, pünktlich zum Wachwechel: Das Auftauchen einer kleinen Walherde nur etwa 30 Meter entfernt an Steuerbord. Eine kleine Finne, ein langer Rücken, zweimal Prusten, nochmal eine Finne, dann waren sie wieder weg. Aber anders als mit den Elchen wissen wir nun: Es gibt sie wirklich!

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